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Mainzer Fastnacht

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Der "fünften Jahreszeit" kann sich in Mainz niemand entziehen, nicht einmal Johannes Gutenberg.
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Der "fünften Jahreszeit" kann sich in Mainz niemand entziehen, nicht einmal Johannes Gutenberg.

Die Mainzer Fastnacht („Määnzer Fassenacht“ oder „Meenzer Fassenacht“) gehört zu den traditionsreichsten und größten Veranstaltungen dieser Art. Mainz gehört zusammen mit Köln und Düsseldorf zu den Hochburgen der rheinischen Fastnacht. Neben den Ursprüngen, die allen Karnevals-, Fastnachts- und Faschingsfesten gemein sind, pflegt die Mainzer Fastnacht dabei auch eine besondere politisch-literarische Komponente.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Die Anfänge

Kadettencorps der Mainzer Ranzengarde (Rosenmontagszug 2005)
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Kadettencorps der Mainzer Ranzengarde (Rosenmontagszug 2005)

Der Brauch der Fastnacht geht auf den christlichen Kalender zurück, bei dem in der Nacht zum Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt. Die Tradition der Maskenbälle hatte es schon vorher gegeben. Ausgangspunkt der modernen Fastnacht in Mainz waren das Erstarken des Bürgertums nach dem Untergang des Alten Reiches zum Beginn des 19. Jahrhunderts und die starken Wirtschaftsbeziehungen zu Köln, wo 1823 eine Reform der Fastnacht stattgefunden hatte, die erstmals Sitzungen und einen großen Umzug an Rosenmontag vorsah. Auch das Bürgertum in Mainz suchte nach neuen Formen gesellschaftlicher Zusammenkunft und nahm sich der Kölner Reform an, freilich nicht ohne Gegensätze zu betonen und in Konkurrenz zu treten. Als in Köln Gegenströmungen zur Fastnacht auftraten, sahen die Mainzer Fastnachter der ersten Stunde ihre Chance gekommen und organisierten 1837 einen Umzug, an dem die älteste Korporation der Mainzer Fastnacht, die spätere Mainzer Ranzengarde erstmals auftrat. Am 19. Januar 1838 gründete sich mit dem Mainzer Carneval-Verein, kurz MCV, der erste Karnevalsverein der Stadt. Getragen wurde er vor allem von der Mittelschicht. Im Februar konstituierte sich der Verein und beantragte am 9. Februar 1838 einen „Fastnachtmontagszug“, der am 26. Februar 1838 erstmals stattfand. An den Grundzügen der Mainzer Fastnacht hat sich dabei seit 1838 nichts verändert.

[Bearbeiten] Der Aufstieg der Fastnacht zum gesellschaftlichen Ereignis

Von Anfang an unterschied sich die Mainzer Fastnacht inhaltlich vom Kölner Karneval. Während in Köln das preußische Militär auf die Schippe genommen wurde, fand in Mainz eine vor allem politische Fastnacht statt. Dies durfte in den Anfangsjahren selbstverständlich nicht zum Ausdruck gebracht werden, da dies sonst als „revolutionärer Umtrieb“ ein behördliches Verbot nach sich gezogen hätte. Doch die Revolution von 1848 spülte die Politik ganz nach oben auf die närrische Tagesordnung. In den Jahren nach der Revolution kam die Fastnachtertätigkeit zwar kurzzeitig fast zum Erliegen, doch ab 1855 wurden wieder große Kampagnen abgehalten, was zu einem sprunghaften Anstieg der Mitgliederzahlen und zur Gründung neuer Korporationen (Kleppergarde, 1856) führte. 1857 fielen wegen der Explosion des Pulverturms und 1866 wegen des preußisch-österreichischen Krieges die Kampagnen aus. Auch die Rosenmontagszüge fielen in den Folgejahren aufgrund einiger Umstände (u.a. Brände, die das Inventar des MCV vernichteten) öfter aus. 1884 hielt der MCV die Sitzungen zum ersten Mal in der gerade fertiggestellten Stadthalle ab, wo man für die nächsten 50 Jahre blieb. In den Folgejahren entstanden viele neue Vereine: der Mombacher Carneval-Verein (1886), der Gonsenheimer Carneval Verein (1892) und der Carnevalverein „Eiskalte Brüder“ (1893). An Garden kam die Prinzengarde (1884), die Prinzessgarde (1886), die 1933 in Garde der Prinzessin umbenannt wurde, die Mombacher Prinzengarde (1886) und die Jocus-Garde (1889) hinzu.

[Bearbeiten] Fastnacht zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Eine alte Tradition: Typisch Mainzer "Schwellkopp" (Rosenmontagszug 2005)
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Eine alte Tradition: Typisch Mainzer "Schwellkopp" (Rosenmontagszug 2005)

Jede dieser Korporationen veranstaltete Sitzungen und Bälle, was das gesellschaftliche Leben der Stadt in jeder Karnevalssaison prägte. Trotz hoher Preise waren die Veranstaltungen meist ausverkauft, die die Vereine für „Einheimische“ und „Auswärtige“ ( „Prunkfremdensitzung“) veranstalteten. Zum Fastnacht kamen nun auch Gesangselemente und ein Verstärkung des politischen Aspekts, bei dem nun auch die Weltpolitik aufs Korn genommen wurde. 1899 wurde mit dem Mainzer Carneval Club (MCC) der zweite Mainzer Fastnachtsverein gegründet. 1913 wurde das 75-jährige Jubiläum des MCV mit einem großen Fest begangen, das von außerordentlicher gesellschaftlicher Bedeutung war. Zum Rosenmontagszug kamen 100.000 Menschen. Auch Politiker gaben sich nun häufiger die Ehre und erschienen auf Sitzungen und auf den Zügen. Während des Ersten Weltkriegs und in den Jahren danach lag das närrische Treiben abermals darnieder; erst nach dem Abklingen der Inflation 1924 war wieder an Fastnacht zu denken. Erst 1925 fand nach 11 Jahren die erste Generalversammlung des MCV statt. 1926 betraten die „Mainzer Hofsänger“ die Bühne, 1927 fand erstmal wieder ein Fastnachtszug statt. Im Jahr 1929 gab Martin Mundo erstmals sein Heile, heile Gänsje zum besten, was sich mit Besatzung und Krieg befasste und dementsprechend nach dem Zweiten Weltkrieg neu aufgelegt wurde.

[Bearbeiten] Fastnacht im Nationalsozialismus

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden nach und nach auch die Karnevalvereine gleichgeschaltet. Unliebsame Kleingruppierungen wurden aufgelöst. Veranstalter von Narrenabenden mussten Programm und Texte von der Kreisleitung der NSDAP absegnen lassen. Es wurden viele im Zeitgeist gehaltene Beiträge gehalten, aber nicht selten auch verschlüsselte Kritik (Motto 1935: „Alles unner ääner Kapp'“). 1938 fand zum 100-jährigen Jubiläum des MCV wieder eine glanzvolle Kampagne statt, mit Prinzenpaar, das es in der Mainzer Fastnacht nur zu besonderen Anlässen gibt. Im Krieg fanden keine Kampagnen statt. Lediglich närrisches Fronttheater wurde ab und an geboten.

[Bearbeiten] Neubeginn nach dem Krieg

1945 wurde die Fastnacht ironischerweise durch einen Franzosen, den Stadtkommandanten Kleinmann, wieder angedacht. Unter dem Schirm des MCV fanden einige so genannte „Mainzer Abende“ statt. Das Motto war: „Lache unter Tränen“ - Mainz war zu über 80% zerstört. 1947 gründeten sich wieder neue Vereine,darunter auch Die Finther Schoppesänger und mit der Fastnacht in Mainz ging es wieder aufwärts. 1950 fand der erste Rosenmontagszug nach dem Krieg statt. 1955 übertrug der Südwestfunk erstmals eine Gemeinschaftssitzung von MCV und MCC unter dem Motto: „Mainz wie es singt und lacht“ im Fernsehen. 1965 strahlte das ZDF eine Konkurrenzveranstaltung namens „Mainz bleibt Mainz“ aus, ab 1973 produzierten die Sender dann nur eine Sendung im jährlichen Wechsel. Sitzungsort wurde nach Jahren in der zu großen Rheingoldhalle (dem Nachfolgebau der im Krieg zerstörten Stadthalle) wieder das Kurfürstliche Schloss. Die Sendung nannte sich nun „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ und wurde vom MCV, MCC, dem Gonsenheimer Carneval-Verein (GCV) und dem Karneval-Club Kastel (KCK) gestaltet. Berühmter langjähriger Sitzungspräsident war Rolf Braun. Die Fernsehsitzungen waren es, die Mainz und seine Fastnacht weit über die deutschen Landesgrenzen hinaus berühmt machten. Bis in die Gegenwart haben die Sendungen höchste Einschaltquoten. Alle Versuche, die Sitzungen vom Ablauf her grundlegend zu reformieren, scheitern am Traditionsbewusstsein der Mainzer Fastnachter und auch der Zuschauer. Gleichwohl kommen die Fernsehsitzungen in zeitgemäßem Gewand daher. In den 70er Jahren versuchte Otto Höpfner eine Modernisierung der Sitzung durch Showelemente, gestrafften Ablauf und verkürzte Sendezeit. Das Experiment scheiterte.

In Mainz gibt es heute 23 Fastnachtsvereine und 25 Garden. Diese luden 1996 zu 220 Abenden ein an denen 140.546 zahlende Gäste erschienen. Zum Rosenmontagszug erscheinen im Schnitt ca. 500.000 Menschen. Die Mainzer Fastnacht stellt damit einen nicht unbedeutenden Wirtschaftsfaktor in der Landeshauptstadt dar.

[Bearbeiten] Inhalt und Wesen

Reitercorps der Mainzer Ranzengarde (Rosenmontagszug 2005)
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Reitercorps der Mainzer Ranzengarde (Rosenmontagszug 2005)
Die Zug-En(d)te darf beim Rosenmontagsumzug in Mainz nicht fehlen (2004).
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Die Zug-En(d)te darf beim Rosenmontagsumzug in Mainz nicht fehlen (2004).

Vor allem das Militär wurde im 19. Jahrhundert in der Festungsstadt Mainz gerne auf die Schippe genommen: die Uniformen der Garden sind bis zum heutigen Tage teilweise den prachtvollen Uniformen der Österreicher, Preußen und Franzosen nachempfunden, deren Truppen zwischen 1792 und 1866 in der Stadt stark präsent waren. Andere Gardeuniformen gehen auf Motive bis zum Mittelalter zurück wie z.B. die Landsknechtuniformen der Weisenauer Burggrafengarde. Auch Uniformelemente der kurfürstlichen Armee finden Verwendung. Die Garden mit ihren Militärparodien haben einen großen Anteil an der Straßenfastnacht und ihren Umzügen, unter denen der Rosenmontagszug zu den bekanntesten zählt. Die Rekrutenvereidigung gehört ebenfalls zu der Militärparodie in der Mainzer Fastnacht.

Der 'Schlachtruf' der Mainzer Fastnacht, Helau stammt aus Düsseldorf und wurde erst in den 1930er Jahren in Mainz eingeführt.

Das Mainzer Staatstheater (bis 1989: "Stadttheater") öffnet seine Bühne in der Fastnachtszeit für Laien, die im Rahmen der Fastnachtsvereine die Fastnachtsposse, meist ein bekanntes Lustspiel, aufführen. 2004 wurde das 1889 entstandene Stück Pension Schöller von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs aufgeführt; der Trainer des Mainzer Fußballvereins 1. FSV Mainz 05, Jürgen Klopp, gab hierbei eine Gastrolle.

Die Fans von Mainz 05 haben aus dem Spottlied „Ihr seid nur ein Karnevalsverein eine eigene Philosophie gemacht: „Wir sind nur ein Karnevalsverein“. Die Finther Schoppesänger leisteten mit den Liedern: Mainz 05 haut auf die Pauke und Ja wenn die Tore fallen ihren Beitrag dazu.

Die Kunst des politischen Büttenvortrags wird in Mainz traditionell gepflegt („Protokoller“, „Bote aus dem Bundestag“ u.v.m.). Zwar finden sich auch in der Mainzer Fastnacht (analog zu Köln) reine „Kokolores“-Vortragsredner (wie etwa früher Rudi Zörns oder heute Hildegard Bachmann, die kunstvoll Pointen des Alltags zuspitzen), dennoch verbanden und verbinden sich mit den hochkarätigsten Mainzer Büttenreden hauptsächlich Figuren wie „Till“ oder „Bajazz mit der Laterne“, die mit geschliffenem Wort-Florett und oft erkennbar politischer Grundausrichtung ihre rhetorischen Pfeile abschießen.

Wichtiger musikalischer Bestandteil der Mainzer Fastnachtssitzungen ist der 1844 eingeführte Narrhallamarsch, der als Einzugs- und Auszugsmarsch der Büttenredner erklingt.

[Bearbeiten] Farben und Symbole

Fastnachstfahne des MCV auf dem Mainzer Marktplatz
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Fastnachstfahne des MCV auf dem Mainzer Marktplatz

Die Mainzer Fastnacht besitzt eine eigene Flagge, die wie die meisten Symbole der Fastnacht ursprünglich als politische Karikatur entstand. Mainz war in der Vergangenheit regelmäßig französisch besetzt und so wurden die Fastnachtsfarben aus der französischen Trikolore abgeleitet. Um das Verspotten der Besatzungsmacht zu verschleiern, wurden die französischen Farben rot-weiß-blau gedreht und das goldgelb der katholischen Kirchenfahne hinzugefügt. Katholiken stellten zur Entstehungszeit die Mehrheit der Bevölkerung.

Die Fastnachtsfarben rot-weiß-blau-gelb wurden zusätzlich mit einer Bedeutung belegt, die nach Günter Schenks Buch „Fastnacht in Mainz“ von einem Büttenredner im Jahr 1840 so besungen wurde: „Weiß ist die Reinheit unserer Absicht, dein gelb ist das Sonnengold unserer Herzen, dein rot ist die Feuerfarbe unserer Gedankenbilder, dein blau ist der Azurhimmel unserer Freudigkeit.“

Die Fastnachtszahl Elf entstand zur selben Zeit. Die französischen Besatzer trugen die Initialen des Leitspruchs der französischen Revolution auf ihren Uniformmützen. Aus Egalité, Liberté, Fraternité, (E. L. F.) machten die Mainzer Narren die närrische 11, die heute noch einige Garden als Zahl auf den Mützen tragen.

Eine lange Tradition in der Mainzer Strassenfastnacht haben die so genannten "Schwellköpp". Sie zeigen, satirisch überspitzt, typische Physiognomien von Mainzer Charakteren beiderlei Geschlechtes. Die überdimensional großen Pappmachéköpfe werden von Trägern bei Strassenumzügen zur Auflockerung des Zuges zwischen den einzelnen Zugnummern getragen und präsentiert.

[Bearbeiten] Bauwerkliches

Fastnachtsbrunnen mit vielen närrischen Motiven
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Fastnachtsbrunnen mit vielen närrischen Motiven

Der Fastnachtsbrunnen steht am Schillerplatz (Ecke Schillerstraße/Ludwigsstraße) und schmückt Mainz mit einem Denkmal, das die närrische Jahreszeit widerspiegelt. Enthüllt wurde er am 14. Januar 1967 unter den Augen zahlreicher Mainzer und karnevalistischer Musik, die sich zur Feierlichkeit eingefunden hatten.

Es handelt sich um einen fast neun Meter hohen, bronzenen Turm, der von mehr als 200 ebenfalls bronzenen Figuren bevölkert ist. Vater Rhein, der Mönch und der Mann mit dem Brett vor dem Kopf, die Katze, Till Eulenspiegel und die Stadtgöttin Moguntia, der Geldbeutelwäscher oder der Paragraphenreiter sind nur einige der Motive.

Außerdem finden sich an vielen Orten in Mainz Skulpturen, Plastiken und Erinnerungstafeln sowie Straßennamen mit unmittelbarem Bezug zur Fastnacht.

[Bearbeiten] Personen

Bekannte Personen und Gruppen der Mainzer Fastnacht waren und sind:

  • Aca & Pella A Cappella-Band - "Denn wo könnt's schöner sein ..."
  • Adolf Gottron (†)
  • Die Bänkelsänger (Lied „Uijuijuijuijuijuijui - auauauauau...“)
  • Die drei Startenöre "3-Tenöre-Parodie der Spitzenklasse"
  • Die Gonsbachlerchen
  • Dieter Hummel
  • Die Maledos
  • Die Schnorreswackler
  • Dieter Brandt (Rednerfigur des „Till“)
  • Ellen Friese Sängerin: „Kinder, wir leben nur einmal“
  • Ernst Neger (†) (Der singende Dachdeckermeister „Heile, heile Gänsje“, „Humba Täterä“, „Rucki Zucki“)
  • FASTNIGHT Die Narrhalla-Rock-Formation - "Fassenacht in Meenz is efach geil!"
  • Finther Schoppesänger
  • Franz Josef Schneider,(†),(Original Geigerfränzje)
  • Hans-Peter Betz Sitzungspräsident und Guddi Gutenberg
  • Herbert Bonewitz („Gonsbachlerche“, Vortragsredner z. B. „Prinz Bibi“, „Büttenschieber“ und viele mehr, später Solokabarettist)
  • Heinz Koch (†) en alte Meenzer
  • Heinz Meller
  • Hildegard Bachmann Vortragsrednerin
  • Jeremy D. Frei Sänger, Präsident und Vortragsredner der LSG - DIE CHAOTE - Bekanntes Lied "Die Vögelein, die Vögelein"
  • Jochen Kunz Vortragsredner z. B. „Rentner“
  • Joe Ludwig ehem. Chef der Gonsbachlerchen, Vortragsredner
  • Jürgen Dietz (Vortragsredner „Der Bote vom Bundestag“)
  • Karl Müller
  • Klaus Koop (Musiker: „Geigerfränzje“)
  • Mainzer Hofsänger („So ein Tag, so wunderschön wie heute“)
  • Margit Sponheimer („Am Rosenmontag bin ich geboren“)
  • Martin Mundo (†)
  • Norbert Roth
  • Otto Dürr und Georg Berresheim (†) (Die Putzfrauen "Frau Babbisch" und "Frau Struwwelich")
  • Patricia Lowin Vortragsrednerin, "Emanze","Politesse", "Loreley"
  • Rolf Braun (†)
  • Rudi Zörns Vortragsredner, z. B. „Margret von de Palz" "Alleweil sein ich do“
  • Se Bummtschacks Rock-Comedy
  • Seppel Glückert
  • Tobias Mann Kabarettist,Entertainer,Vortragsredner und Sänger ("Sibbe Schobbe")
  • Toni Hämmerle (†) Komponist
  • Willi Scheu (Rednerfigur des „Bajazz mit der Laterne“)

[Bearbeiten] Mainzer Vereine und Korporationen

  • „Bretzenummer Böbbcher“
  • Die Meenzer Hutsimpel
  • C. C. „Rote Husaren" Kostheim 1952 e. V.“
  • Carneval Club Mombach 1981 eV „Die Eulenspiegel„
  • Carneval Club Weisenau 1948 e. V. - Burggrafengarde -
  • Carneval Verein Kleppergarde Gonsenheim 1877 e. V.
  • Carnevalverein „Eiskalte Brüder“ Mainz-Gonsenheim
  • Carnevalverein Schwarze Gesellen Laubenheim e. V.
  • Comité Katholischer Vereine Mainz-Bretzenheim 1946 e.V.
  • Die Altrheinstromer
  • Die Gaadefelder e. V. Mainz
  • Die Schlawiner
  • Fanfarenzug Die Lerchen 1974 e. V.
  • Finther Carneval Verein
  • Finther Schoppesänger
  • Füsilier-Garde 1953 e. V.
  • Garde der Prinzessin
  • Gonsbachlerchen
  • Gonsenheimer Carneval Verein 1892 e. V.
  • Gustavsburger Carneval Club 1947 e. V.
  • Hechtsheimer Dragoner Garde 1958 e. V.
  • 1. Österreichisches Corps der Meenzer Fassenacht
  • Hörnerzug Mainz-Neustadt „Rote Herolde“
  • Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Carneval
  • KCK Karneval Club Kastel e. V.
  • Kostheimer Carneval-Verein 1923 e. V.
  • Kostheimer Gecken
  • Mainzer Bänkelsänger
  • Mainzer Carneval Gesellschaft 1957 e. V.
  • Mainzer Carneval Verein 1838 e. V.
  • Mainzer Carneval-Club e. V.
  • Mainzer Freischützen Garde e. V. gegründet 1901
  • Mainzer Husaren Garde
  • Mainzer Klepper-Garde 1856 e. V.
  • Mainzer Klinik-Athleten
  • Mainzer Narren-Club 1949 e. V.
  • Mainzer Prinzengarde
  • Mainzer Obst- und Gemüsegarde
  • Mainzer Ranzengarde von 1837 e.V.
  • Meenzer Haubengarde 1976 e. V.
  • Meenzer Herzjer
  • Meenzer Sockequalmer e. V.
  • Mombacher Carneval Gesellschaft „Maletengarde“ 1953 e. V.
  • Mombacher Prinzengarde 1886 e. V.
  • Mombacher Carneval Verein „Die Bohnebeitel“ 1886 e. V.
  • Musik Show Corps Mainzer Rittergilde
  • Musikcorps „Die Jakobiner“ 1973 e. V.
  • Musik-Show-Band Mainz-Altstadt „Die Bauern“ 1961 e. V.
  • Musikzug Rheingold Mainz e. V.
  • Pfarreien aus Mainz-Gonsenheim
  • Schwarze Husaren Mainz e. V.
  • Schwellkopp-Träscher-Club
  • Singende Kellermeister

[Bearbeiten] Motto

Jedes Jahr wird von den Bürgern ein Motto zur Fastnacht vorgeschlagen.

  • Motto 2000: "2000 tanzt die Narrenschar um Gutenberg und Prinzenpaar"
  • Motto 2001: "Schon 100 tolle Narrenjahre ertönt in Mainz die Zugfanfare"
  • Motto 2002: "Dank Euro wird die Fastnachtsfeier aach in Määnz nur halb so deier"
  • Motto 2003: "Tradition und neuer Schwung - Määnzer Fassenacht, die hält jung"
  • Motto 2004: "Das Mainzer Lebenselixier heißt Lachen auch in 2004"
  • Motto 2005: „Nullfünfer un die Fassenacht, sin wie de Dom fer Meenz gemacht“
  • Motto 2006: "Die Welt sei Gast - wir laden ein, zur Fassenacht in Mainz am Rhein!"
  • Motto 2007: "Fassenacht in Mainz am Rhein, Lebenslust bei Groß und Klein"

[Bearbeiten] Die Mainzer Fastnacht in der Literatur

1959 veröffentlichte der aus Nackenheim stammende Dichter Carl Zuckmayer seine Erzählung Die Fastnachtsbeichte, die vor dem Hintergrund der Mainzer Fastnacht 1913 spielt. Sie gilt als eines seiner bedeutendsten Werke und wurde 1960 von William Dieterle verfilmt. Die Kriminalgeschichte um Schicksal, Schuld, Liebe und Sühne beginnt und endet in einem Beichtstuhl des Mainzer Doms. Am Anfang steht der Mord an einem jungen Mann in Husarenuniform am Fastnachtssamstag, am Ende steht die Fastnachtsbeichte am Aschermittwoch morgen, mit der sich die Menschen von den Ausschweifungen während der Fastnacht befreien und in ihre geordneten Lebensverhältnisse zurückkehren.

[Bearbeiten] Literatur

  • Herbert Schwedt (Hrsg.): Analyse eines Stadtfestes. Die Mainzer Fastnacht. Wiesbaden 1977 (Mainzer Studien zur Sprach- und Volksforschung 1) ISBN 3515026649
  • Günter Schenk: Mainz Helau. Handbuch zur Mainzer Fastnacht, Ingelheim 2004,
  • Günter Schenk: Mainz, wie es singt und lacht. Fastnacht im Fernsehen - Karneval für Millionen, Ingelheim 2004, ISBN 3937782192
  • Carl Zuckmayer: Die Fastnachtsbeichte ISBN 3596150108

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Siehe auch

Andere Sprachen

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