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L.A. Crash

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Filmdaten
Deutscher Titel: L.A. Crash
Originaltitel: Crash
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2004
Länge (PAL-DVD): ca. 109 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Paul Haggis
Drehbuch: Paul Haggis
Robert Moresco
Produktion: Don Cheadle
Paul Haggis
Mark R. Harris
Robert Moresco
Cathy Schulman
Bob Yari
Musik: Mark Isham
Kamera: Jim Michael Muro
Schnitt: Hughes Winborne
Besetzung

L.A. Crash ist ein US-amerikanischer Episodenfilm aus dem Jahr 2004. Regie führte Paul Haggis, welcher auch das Drehbuch schrieb.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Die Handlung spielt in der kalifornischen Metropole Los Angeles. Die erste Szene zeigt einen Autounfall, an dem der Polizist Graham Waters und seine Kollegin Ria beteiligt sind. Der Unfall ereignet sich an einem Ort, an den sie gerufen wurden, weil es dort einen Mord aufzuklären gibt.

Die nachfolgenden Szenen stellen Rückblenden auf den vorherigen Tag dar: Der Bezirksstaatsanwalt Rick Cabot und seine Ehefrau Jean Cabot werden von zwei jungen Schwarzen überfallen. Anthony und sein Freund Peter stehlen dem Ehepaar das Auto und fahren es zu einem Hehler, der mit gestohlenen Autos handelt.

Nach dem Überfall lassen Rick und Jean in ihrem Haus mehrere Schlösser austauschen. Jean sieht sich durch den Überfall in ihren Vorurteilen gegenüber nicht-Weißen bestätigt und hegt nun auch gegenüber dem Mann vom Schlüsseldienst, Daniel, einem Hispanic, den Verdacht er würde die Schlüssel zu ihrem Haus an einen „Knastkumpel“ weitergeben. In der darauffolgenden Szene wird jedoch klar, dass es sich bei Daniel nicht um einen Kriminellen, sondern um einen treusorgenden Familienvater handelt. Als er nach Hause kommt, sieht er, dass sich seine kleine Tochter ängstlich unter ihr Bett verkrochen hat, und er versteht es, ihre Sorgen zu zerstreuen.

Das farbige Ehepaar Cameron und Christine bekommt den Rassismus des Polizisten Ryan zu spüren. Weil die beiden ein Auto fahren, das dem gestohlenen Auto des Bezirkstaatsanwalt ähnelt, werden sie von Ryan angehalten und kontrolliert. Ryan fordert Cameron auf auszusteigen um zu kontrollieren, ob er alkoholisiert ist. Christine widersetzt sich der Aufforderung im Wagen zu bleiben, konfrontiert den Polizisten und macht ihm deutlich, dass sie die Kontrolle für eine Schikane hält. Daraufhin zwingt Ryan sie gegen die Seite des Wagens und tastet sie, vorgeblich nach Waffen suchend, am ganzen Körper ab. Er demütigt sie und provoziert ihren Mann, in dem er sie sehr offensiv sexuell belästigt. Cameron versucht die Situation nicht noch weiter zu eskalieren und entschuldigt sich sogar bei Ryan für das Verhalten seiner Ehefrau. Schließlich fahren Ryan und sein junger Kollege Hanson in ihrem Dienstwagen weiter und Cameron und Christine können ihre Heimfahrt fortsetzen. Zu Hause kommt es zum Streit zwischen ihnen, da Christine es nicht fassen kann, dass ihr Ehemann nicht eingriff, als sie belästigt wurde.

Officer Hanson, Zeuge der sexuellen Belästigung, missbilligt das Verhalten seines Partners Ryan und ersucht seinen Vorgesetzten um eine Versetzung. Der Vorgesetzte ist ebenso wie das gedemütigte Ehepaar Afroamerikaner. Doch er rät Hanson davon ab, gegen Ryans Verhalten einen offiziellen Protest einzulegen, da er, als dessen langjähriger Vorgesetzter, damit auch selbst in Schwierigkeiten kommen könnte. Wenn Hanson nicht mehr mit Ryan auf Streife gehen will, dann soll er besser einen vorgeschobenen Grund angeben.

Die nächsten Szenen zeigen Ryan in seinem Zuhause, das er mit seinem kranken Vater teilt. Der hat Probleme mit der Prostata und Ryan betreuet ihn aufmerksam. Am nächsten Tag erscheint er im Büro der Sachbearbeiterin seiner Krankenversicherung, einer Schwarzen, um die Behandlung seines Vaters zu besprechen. Durch eine Bemerkung bei einem vorhergehende Telefongespräch hatte er seine rassistische Einstellung erkennen lassen und wird letztlich wohl auch deshalb mit seinem Anliegen von ihr abgewiesen.

Der Ermittler Waters, der seinen ersten Auftritt in der Anfangsszene des Filmes hatte, besucht seine Mutter. Sie ist eine verwirrte Frau, die kaum für sich selbst sorgen kann. Sie fragt bei Waters wegen seinem jüngeren Bruder Peter nach, der schon seit Tagen unauffindbar ist. Waters soll nach ihm suchen. Ein Blick in den Kühlschrank zeigt Waters, dass dort nur verdorbene Lebensmittel liegen, die er in den Müll wirft.

Dieser Artikel oder Abschnitt weist folgende Lücken auf:

Handlungsstrang mit Conklin fehlt, Einkauf und Beschuldigung der Mutter und Geschichte von Ryans Vater auch

Hilf Wikipedia bitte, indem du ihn erweiterst und jetzt vervollständigstSiehe auch:Lückenhaft“.

Der persische Kurzwarenhändler Farhad lässt sich von dem Schlosser Daniel in seinem Geschäft ein neues Schloss einbauen. Daniel erklärt ihm, dass er besser beraten wäre, wenn er sich eine neue Tür zulegen würde. Seine Empfehlung kommen jedoch bei Farhad nicht richtig an. Offenbar stellen dessen mangelnden Sprachkenntnisse ein Hindernis dar. In der darauffolgenden Nacht wird in Farhads Laden eingebrochen. Die Einbrecher verwüsten den Laden und hinterlassen rassistische Sprüche an den Wänden. Zur Verzweiflung über die Zerstörung seiner Existenzgrundlage kommt bei Farhad das Erstaunen darüber, in den Schmierereien als Araber bezeichnet zu werden.

Der Versicherungsvertreter erklärt ihm, dass die Versicherung den Schaden nicht übernehmen wird, da er sich auf die Empfehlung, eine neue Tür einbauen zu lassen, hätte einlassen müssen. Farhad fasst den Entschluss, sich an dem Mann vom Schlüsseldienst, Daniel, zu rächen. Er fährt zu dessen Haus und will ihn mit vorgehaltener Pistole zwingen, ihm sein Geld zu geben. Da stürzt Daniels Tochter aus dem Haus und springt ihrem Vater auf die Arme. Farhad reagiert verstört, ein Schuß löst sich und für einen Moment sieht es so aus, also ob er das Mädchen angeschossen hätte. Doch sie wurde nicht verletzt. Wie sich später herausstellt, war die Waffe nur mit Platzpatronen geladen.

Der Polizist Ryan kommt zu einem schweren Unfall und will eine eingeklemmte Frau aus einem Auto befreien. Die Zeit drängt, denn ein brennendes Auto steht nahe dem auf dem Dach liegenden Wagen, aus dem Benzin ausläuft. Die eingeklemmte Frau ist Christine, die an Abend zuvor von Ryan begrapscht worden war. Als sie erkennt, wer sich ihr nähert schreit sie ihn an und stößt ihn zurück, weil sie sich nicht ausgerechnet von ihm helfen lassen will. Schließlich kann er sie doch noch überzeugen, dass er ihr nur helfen möchte und rettet sie im letzten Moment aus dem Wagen, der Feuer gefangen hat.

In der Zwischenzeit wird ihr Mann Cameron von den beiden Kleinkriminellen Anthony und Peter überfallen, die nun sein Auto stehlen wollen. Nach den Ereignissen des letzten Tages − auch bei seiner Arbeit als Regisseur in einem Filmstudio war er mit rassistischen Stereotypen konfrontiert worden − ist seine Wut nun so groß, dass er den Wagen nicht einfach hergibt, sondern eine Schlägerei mit den beiden anfängt. Als die Polizei kommt, flüchtet Peter, doch Anthony wird von Cameron in seinem Auto festgehalten und es beginnt eine Verfolgungsjagd. Als sie das Fahrzeug stellen und Cameron auf die Polizei losgehen will, erkennt ihn Offizier Hanson wieder. Er beruhigt die Situation und kann Schlimmeres verhindern. Die Polizisten lassen ihn weiterfahren und bemerken nicht, dass Anthony sich am Beifahrersitz versteckt.

An einer Straßenkreuzung lässt Cameron den jungen Kleinkriminellen mit den Worten „Du hast mich gedemutigt - und du hast dich selbst gedemütigt“ aus dem Fahrzeug. Anthonys Einstellung scheint sich durch diesen unerwarteten Vorfall verändert zu haben. Er fährt mit den Bus, was er einen Tag zuvor noch abgelehnt hatte. Später stiehlt er einen Van und bringt ihn zu seinem Hehler. Es stellt sich heraus, dass im Laderaum des Wagens mehrere Menschen angekettet sind, Chinesen, offenbar von Menschenhändlern dort eingesperrt. Der Hehler bietet ihm 500 $ für jeden von ihnen und will sie weiterverkaufen.

Als Hanson Feierabend hat, nimmt er einen Anhalter mit. Es ist Peter, der in der Zwischenzeit ein Eishockeyspiel besucht hatte. Hanson nimmt ihn mit, doch das Gespräch entwickelt sich anders als erwartet und es kommt zum Streit. Als Peter dann eine kleine Heiligenfigur auf dem Armaturenbrett entdeckt, muss er lachen, denn er selber hat eine ganz ähnliche Figur dabei. Hanson hingegen denkt, er lache ihn aus und will ihn aus dem Auto werfen. Als Peter die Figur aus seiner Tasche holen will, glaubt Hanson, er wolle eine Waffe ziehen, zieht seine Pistole und erschießt Peter. Er lässt ihn am Straßenrand zurück und verbrennt das Auto. In einer Rückblende zur Eingangssequenz des Filmes ist wieder Ermittler Waters am Tatort zu sehen. Er findet am Straßenrand die Heiligenfigur Peters, der, wie sich inzwischen herausgestellt hat, sein Bruder war.

Am Ende des Filmes fährt Anthony mit dem gestohlenen Van in Los Angeles' Chinatown, lässt die Gefangenen frei und gibt einem von ihnen vierzig Dollar, damit sie etwas zu Essen kaufen können.

[Bearbeiten] Entstehung

Die Idee zum Film kam Paul Haggis, als er um zwei Uhr morgens aufwachte und sich daran erinnerte, wie ihm 10 Jahre zuvor sein Auto durch einen räubischerischen Angriff gestohlen wurde. Diese Erinnerung findet sich auch in der Szene gegen Anfang des Films wieder, als der Staatsanwalt seines Jeeps bestohlen wird. Ursprünglich hätte der Film nicht Rassismus thematisieren, sondern nur von Vorurteilen handeln sollen, die unter Fremden entstehen. Im Film werden konsequent und gewollt Ethnien falsch betitelt, so werden aus Koreanern Chinesen und aus Persern Araber. Auch die aggressive Reaktion von Ria, als der schwarze Waters seiner Mutter sagt, er habe gerade „Sex mit einer Weißen“, nur um sie kurz danach als Mexikanerin zu betiteln, soll ausdrücken, dass viele Menschen nicht einmal genau wissen, mit wem sie es zu tun haben.

Der Film benötigte ein Jahr zur Entstehung, von dem nur an 36 Tagen gedreht wurde. Das Casting, das dem Film vorausging, dauerte allerdings volle fünf Jahre. Die Dreharbeiten fanden ausnahmslos in Los Angeles, zum Beispiel in Studio City, statt. Die Folge dieser Entscheidung war, dass Haggis und sein Team weniger Tage zum Dreh zur Verfügung hatten, als an einem anderen Drehort wie zum Beispiel Prag.

Da es nicht möglich war, ein echtes Polizeirevier durch Dreharbeiten komplett lahmzulegen, mussten die Dreharbeiten für die Szene zwischen Hanson und seinem Vorgesetzten in einem Gebäude des US-amerikanischen Roten Kreuzes stattfinden. Beim Gerichtsgebäude im Film handelt es sich um das Rathaus von Los Angeles, da es erschwinglicher war. Der Raum dieses Gebäudes, in dem die Pressekonferenz gegen Ende des Filmes stattfindet, existiert nicht.

Der Cut, aus dem die Kinoversion besteht, wurde ursprünglich für das Toronto International Film Festival 2004 geschnitten, auf dem der Film am 10. September 2004 seine Premiere feierte. Dort fand sich mit Lions Gate Entertainment auch der Verleiher.

Der Film ist Anita Addison (1952-2004), der ersten Person, die das Drehbuch gelesen hatte, gewidmet.

[Bearbeiten] Besetzung

Die Rolle des Cameron hätte eigentlich von Forest Whitaker gespielt werden sollen, der aber mit der Regie für First Daughter - Date mit Hindernissen zu beschäftigt war. Daher ging Cameron an Terence Howard, der Haggis in Das Tribunal gesehen hatte. Cameron's Frau Christine war mit Thandie Newton von Anfang an mit der ersten Wahl von Paul Haggis besetzt. Er schrieb die Rolle quasi für sie und sie sagte bereits während der Dreharbeiten zu Riddick: Chroniken eines Kriegers zu.

Beim Polizisten Conklin handelt es sich um Martin Norseman, den Nachbarn von Paul Haggis. Haggis hatte bereits während einer Folge von Ein Mountie in Chicago mit Ryan Phillippe zusammengearbeitet. Vor Ryan Phillippe war auch Heath Ledger im Gespräch für die Rolle des Hanson gewesen. Interessanterweise war sein Film Brokeback Mountain der größte Gegner für LA-Crash bei der Oscarverleihung.

Die walisische Stimme der Sängerin, die zu hören ist, als der Polizist Ryan Christine aus dem brennenden Auto rettet stammt von einer Postangestellten aus Washington, DC.

[Bearbeiten] Rentabilität

Trotz zahlreicher positiver Kritiken fand der Film bei seiner Kinoerstauswertung im Sommer 2005 in Deutschland nur rund 220.000 Zuschauer. Das Werk hatte nur – trotz zahlreicher Stars – ein Budget von ca. 6,5 Millionen US-Dollar zuzüglich einer weiteren Million Zinsen.

Das Einspielergebnis lag mit rund 83,4 Millionen US-Dollar allerdings um ein Vielfaches höher. Nach dem Erfolg bei der Oscarverleihung 2006 hat der Verleih Universum den Film mit etwa 50 Kopien noch einmal in die deutschen Kinos gebracht.

[Bearbeiten] Kritiken

Der Film wurde von vielen Filmkritikern sehr gelobt. Die Gegner des Filmes sind der Ansicht, dass der Filmverlauf unüberzeugend, melodramatisch und klischeehaft wirkt. Scott Foundas, Filmkritiker in Los Angeles, nennt ihn den "schlechtesten Film des Jahres" – andere sogar "den schlechtesten Oscargewinner aller Zeiten". Die Tatsache, dass der Film nur drei Oscars gewonnen hat, obwohl er auch zum Besten Film gewählt wurde, hat große Diskussionen ausgelöst. Dies ist nämlich seit Rocky im Jahre 1976 nicht mehr vorgekommen. Finanziell gesehen ist L.A. Crash dem Vernehmen nach der am wenigsten erfolgreiche Oscar-Gewinner der letzten 20 Jahre.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

L.A. Crash gewann bei der Oscarverleihung 2006 die Trophäen für den Besten Film, den Besten Schnitt und das Beste Original-Drehbuch.

Außerdem war der Film nominiert für die Kategorien Beste Regie, Bester Nebendarsteller (Matt Dillon) und Bester Filmsong „In the Deep“ von Kathleen "Bird" York. Der Song wurde von ihr eigens für den Film geschrieben, in dem sie auch eine kleine Gastrolle als Polizistin hat. Haggis hatte bereits für einige Fernsehproduktionen mit ihr zusammengearbeitet.

[Bearbeiten] Weblinks

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